Buntes Soziotop DEGUT 2006
Das Programm der degut ist voll gewesen. Inhalte gab es zu allem, was man sich so fragen könnte. Und die Mischung aus Ständen, Bühnenprogramm, Seminaren und Coachingmöglichkeiten sollte jedem ein Angebot gemacht haben, in seiner Angelegenheit weiter zu kommen. Der Ansatz einer Kurzkritik läuft hier also ins Leere.
Also gibt es ein paar Kategorien, in die man Besucher und Aussteller einteilen könnte. Der Leser verlässt hiermit den Bereich seriöser Aussagen. Oder auch: Achtung Humor! Es gibt Profiprospektsammler, die nach jedem Papier schnappen, dass ihnen hingehalten wird. Dann sind da Messekenner, die mit leichtem Gepäck durch die Hallen ziehen und sich lieber alles zusenen lassen. Der eine oder andere Besucher trabte schafsähnlich in Kleinverbänden ohne erkennbare Intention durch die Halle und ließ den Verdacht aufkommen, dass es sich da um angehende Verzweiflungsgründer handeln könnte. Ausstellerseitig gibt es die betont gelangweilten Profis, die ihre xte Messe absitzen und schon vergessen haben, dass man auf Interessenten zugehen könnte oder auch Firmen, die schlicht Mitarbeiter suchen und damit tendenziell vom Gründen eher abhalten.
Ein wenig Wemut sei erlaubt, wenn man ein Jobangebot erhält, das durch den Arbeitgeber (ein Strukturvertrieb für Versicherungen) und den Anbieter des Jobs (ex-Drummer von Ton, Steine, Scherben) etwas mindestens seltsames wenn nicht sogar trauriges hat. Wo sind die Ideale geblieben?