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Gründerview Kochtüte

01. Juli 2010

Meinen erster persönlicher Kontakt mit dem Team mit der Kochtüte lässt sich auf die Prämierung in Moabit datieren. Ich fand die Idee toll und das Team verströmte für mich den Spirit, den es braucht, um etwas zu bewegen. Schnell war beiden Gesprächsparteien klar, dass die Leser hier früher oder später ein Gründerview erhalten würden. Allein Gründer wie Berater hatten zwischenzeitlich immer mal wieder so gut zu tun, dass es bis heute gedauert hat. Viel Spaß und Erkenntnis bei der Lektüre:

  1. Wie lauten der Name und der Kern Ihrer Geschäftsidee?Die Kochtüte ist eine Zusammenstellung von Bio-Lebensmitteln inklusive Rezept. Der Inhalt der Tüte kann zu einem Gericht für zwei große bzw. vier kleinen Portionen verarbeitet werden und unterstützt eine gesunde und nachhaltige Ernährung. Der Spaß am Kochen steht dabei im Mittelpunkt und die eigenständige Zubereitung verleiht jedem Gericht eine individuelle Note.
  2. Wer sind die derzeit tragenden natürlichen oder juristischen Personen des Projektes?Die Unternehmensgründer und Ideengeber sind Daniel Gehrmann (41 Jahre) und Eva Koch (30 Jahre). Daniel Gehrmann ist gelernter Buchhalter, Eva Koch ist Diplom-Soziologin mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeitsforschung im Bedürfnisfeld Ernährung. Unter der Bezeichnung Gaumensupport haben wir Ende 2008 eine mobile Suppenbar und einen Cateringservice gegründet. Damit war die Basis für unternehmerisches Denken und Arbeiten gelegt.
  3. In welchem Stadium befindet sich das Projekt nach eigener Einschätzung?Unser Produkt befindet sich zurzeit in der Testphase. Interessierte haben die Möglichkeit eine Test-Kochtüte auf unserer Homepage zu bestellen. Den Test-Kochtüten sind Feedback-Bögen beigefügt, die uns helfen das Produkt weiter zu verbessern. Es ist geplant die Kochtüte über den Bio-Fachhandel und einen Lieferservice zu vertreiben.
  4. Welches Angebot des Businessplanwettbewerbs 2010 hat Ihnen bislang am meisten gefallen oder genützt?Der BPW war für uns eine tolle Chance unternehmerische Kompetenzen auszubauen und zu stärken. Wir haben dafür die ganze Bandbreite des BPW-Angebots genutzt. Besuche der Seminare haben uns wichtiges Grundlagenwissen vermittelt. Sehr kurzweilig waren insbesondere die Vorträge von A. Owen. Die persönlichen Gespräche mit den kompetenten BWP-Coaches haben uns geholfen Detailfragen im Gründungsprozess zu klären. Auch am Rande von Kontaktabenden hatten wir die Möglichkeit Antworten auf unsere Fragen zu erhalten. Die Feedbacks zu den Kapiteln unseres Businessplans haben jeweils dazu beigetragen den Businessplan zu verbessern. Zum Teil konnten wir unsere Juroren treffen und bekamen tolle Anregungen. Insgesamt hat der BPW dazu beigetragen, dass wir unser Konzept detailliert durchdacht haben und ein in sich stimmiges Geschäftskonzept entwickeln konnten.
  5. Wo im Angebot des Businessplanwettbewerbs sehen Sie noch mehr oder weniger dringenden Verbesserungsbedarf?Wir sind rundum zufrieden mit dem BPW-Angebot!
  6. Was suchen Sie derzeit noch konkret für Ihr Projekt?Wir sind auf der Suche nach Räumlichkeiten zum Packen der Kochtüten. Wir benötigen ein kleines Lebensmittellager und Platz für eine Packstelle, gerne als Untermieter in einem bestehenden Unternehmen. Außerdem freuen wir uns über weitere Testkunden.
  7. Was ist Ihre optionale Botschaft an andere Teilnehmer / Gründungswillige?Ein Unternehmen zu gründen ist ein dynamischer Prozess. Das Geschäftskonzept durchläuft ständig kleinere und größere Anpassungen und Veränderungen. D.h. manchmal auch sich von eigenen Vorstellungen verabschieden zu können. Es lohnt sich offen zu sein für gute Ideen.